Es war eine Weile ruhig hier. Das hatte einen Grund.
- Alexander Roth

- 2. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Wer die Webseite verfolgt oder die Instagram-Seite, hat in den letzten Monaten wenig von mir gehört. Keine Updates, keine Artikel, keine Einblicke in laufende Projekte.
Eine intensive Phase geht zu Ende
Kommunikationsarbeit hat Rhythmen. Es gibt Phasen, in denen man plant, entwickelt, schreibt, berät. Und es gibt Phasen, in denen man liefert. Die letzten Monate waren Letzteres — und zwar in einer Dichte, die ich so nicht erwartet hatte.
Neben den laufenden Projekten mit bestehenden Kunden habe ich nebenbei etwas Neues aufgezogen. Drei Kommunalwahlkämpfe begleitet. Ein eigenes Medienprojekt gestartet.
Ich schreibe das nicht, um zu berichten, dass ich beschäftigt war. Das interessiert niemanden. Ich schreibe es, weil diese Phase etwas über die Arbeit von RothPunkt sagt, das ich gerne teilen möchte.
Drei Wahlkämpfe. Drei Ergebnisse.
Kommunalwahlkämpfe sind keine Bundestagswahlkämpfe. Die Budgets sind kleiner, die Teams dünner, die Fehlertoleranz geringer. Gleichzeitig sind sie oft persönlicher und direkter. Der Kandidat steht für sich, die Themen sind konkret, die Wählerinnen und Wähler sind die Nachbarn.
Ich habe drei solcher Wahlkämpfe begleitet. Alle drei haben stolze Ergebnisse eingefahren.
In einem Fall wurde ein amtierender Bürgermeister mit zwei Dritteln der Stimmen wiedergewählt — bei zwei Gegenkandidaten. In einem anderen konnte ein junger Kandidat 19,2 Prozent holen. Kein einfaches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass er gegen den Amtsinhaber, die neue Bürgermeisterin und einen weiteren Bewerber antrat. Gleichzeitig gewann seine Partei im Stadtrat 4,2 Prozentpunkte — gegen den Trend seiner Partei in Bayern und den benachbarten Kommunen. Im dritten Wahlkampf steigerte eine Landratskandidatin ihr Ergebnis um mehr als 250 Prozent gegenüber der vorherigen Wahl.
Agenturarbeit ist keine Garantie für gute Wahlergebnisse. Aber sie ist auch kein Zufall. Was funktioniert, funktioniert aus einem Grund: klare Botschaften, konsequente Präsenz, Arbeit die sitzt.
Rennen ins Rathaus
Parallel zu diesen Projekten habe ich etwas gestartet, das ursprünglich als Experiment gedacht war: Rennen ins Rathaus — ein Podcast und Blog zur Kommunalwahl in Regensburg.
Die Idee war einfach. Regensburg wählt einen neuen Oberbürgermeister. Die Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor, die Presse berichtet, die Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Aber was fehlt, ist oft eine ruhige, tiefergehende Auseinandersetzung — mit den Kandidaten, mit den Themen, mit der Frage, wohin sich die Stadt in den nächsten Jahren entwickeln soll.
Das wollte ich liefern. Ich habe mit allen OB-Kandidatinnen und -kandidaten im Podcast gesprochen, dazu mit Expertinnen und Experten zu Armut, Kommunalpolitik und dem, was Regensburg in den nächsten Jahren beschäftigen wird. Die Resonanz war größer, als ich erwartet hatte — von Leserinnen und Lesern, von Fachleuten, von Menschen, die sich sonst wenig mit Lokalpolitik beschäftigen.
Beim ersten Wahlabend der Kommunalwahl war ich als Experte bei TVA im Studio dabei. Beim Stichwahl-Abend dann als einziger Experte. Ich war aufgeregt. Aber es hat funktioniert.
Rennen ins Rathaus bleibt — nicht als Agenturprojekt, sondern als eigenes publizistisches Format. Wer die Kommunalpolitik Regensburgs im Blick behalten will, findet alles unter www.renneninsrathaus.de.

Was das alles bedeutet
Diese Monate haben gezeigt, was RothPunkt kann — und was RothPunkt ist.
Kein klassisches PR-Büro, das nur stupide Pressemitteilungen schreibt und Redaktionspläne befüllt. Sondern eine Anlaufstelle für alle, die etwas zu sagen haben und wissen wollen, wie sie damit wirklich ankommen. Ob das ein Unternehmen ist, das endlich sichtbar werden will. Eine Organisation, die ihre Arbeit besser erklären muss. Oder ein Projekt, das Aufmerksamkeit verdient, aber noch keine Sprache dafür gefunden hat.
Was ich in dieser Phase nebenbei gelernt habe: Gute Kommunikation funktioniert überall gleich. Sie braucht Klarheit, Haltung und Leute, die liefern. Den Rest kann man lernen. Den Willen nicht.
Im Hintergrund habe ich zwei neue Partner hinzugewonnen: ein Grafikdesignbüro und erfahrene Webentwickler. Was bisher mehrere Stationen brauchte, kann ich jetzt vollständiger aus einer Hand umsetzen — von der Strategie bis zur fertigen Website, vom Konzept bis zum geposteten Beitrag.
Auf die nächsten Projekte
Diese Phase geht zu Ende. Eine neue beginnt.
Wenn ihr ein Projekt plant, vor einer Aufgabe steht oder einfach das Gefühl habt, dass eure Kommunikation mehr leisten könnte als sie gerade tut — meldet euch. Ich freue mich über das Gespräch.



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